Erprobungsstufe

Das Lernen wird dann gelingen, wenn sich die Kinder an unserer Schule wohlfühlen. Sie sollen erfahren, dass die Lehrerinnen und Lehrer für sie da sind und ihnen helfen, in der Erprobungsstufe den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium zu bewältigen und sich in neuen Klassen-gemeinschaften einzuleben. Deshalb:

  • knüpft unser Unterricht an die Arbeitsweisen der Grundschulen an,
  • arbeitet die Lehrerschaft intensiv mit den Eltern zusammen,
  • trifft sich das Erprobungsstufenkollegium regelmäßig mit den Grundschullehrerinnen und -lehrern, tauscht Erfahrungen aus und berät über die Schullaufbahn der Kinder,
  • wird den Kindern im System Schule hinreichend Schutz gegeben und werden sie zugleich ermutigt, die vielen Angebote unseres großen Gymnasiums zu entdecken und ihre Kontakte zu erweitern. Dafür gibt es eine eigene Stufenleitung, einen Gebäudeteil und einen Spielhof.

Die pädagogische Arbeit der Erprobungsstufe wird in einzelnen Klassen durch Konzepte bereichert, die in besonderer Weise um kindgerechtes Unterrichten bemüht sind. Neben anderen von der Grundschule bekannten Unterrichtsmethoden - etwa: der Differenzierung, der Projektarbeit - sind uns die Lernzeiten in den 5. und 6. Klassen wichtig: Kinder sollen hier das Lernen lernen, indem sie sich selbst aus dem großen Materialangebot der eingerichteten Klassenräume bedienen, indem sie sich die Zeiten des Lernens selbst einteilen, indem sie ihre Ergebnisse den Mitschülerinnen und -schülern vorstellen und so Verantwortung für ihre Schularbeit zeigen.

Es wird grundsätzlich angestrebt, durch kleine Klassenkollegien einen überschaubaren Orientierungsrahmen für die Kinder zu schaffen. In der Erprobungsstufe versuchen wir, mit einem vielfältigen Angebot über den
Regelunterricht hinaus Fähigkeiten und Neigungen zu entwickeln, Schwächen auszugleichen und schulisches Zusammenleben zu entfalten. Hierzu
gehören:

  • ein notenfreies Wahlangebot mit Akzent auf handwerklich-praktischer und musikalisch-künstlerischer Tätigkeit im Bereich Werken, Theaterspiel, Tanz, Gestaltung und Musik (MuKu-Unterricht)
  • die Möglichkeit, Erfahrungen mit moderner Informationstechnologie – Internet, Schreiben und Gestalten mit dem Computer – zu sammeln
  • eine Unterstufenbücherei, die mit Lesetagen, Wettbewerben und vielen Impulsen rund um das Buch das Lesen attraktiv macht
  • die Gestaltung von Freizeitangeboten auf Klassenveranstaltungen und Schulfesten
  • die Durchführung von Projekttagen und Ausstellungen, Exkursionen und Wanderfahrten.

Die endgültige Entscheidung darüber, ob ein Kind die Schullaufbahn am Gymnasium fortsetzt, wird am Ende der 6.Klasse getroffen. Bis dahin beraten wir die Eltern und begleiten die Entwicklung der Kinder mit zahlreichen Konferenzen. Fachleute der schulpsychologischen Dienste stehen uns zur Seite, wenn dies gewünscht wird.

Schließlich unterhalten wir eine enge Kooperation mit der Birger-Forell-Sekundarschule und den umgebenden Schulen, so dass ein Schulwechsel ohne Härten möglich ist. Dies gilt selbstverständlich auch für die Kinder, die erst später zu unserer Schule wechseln möchten.

Stand: 2017