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Stufen 8 und 9 auf Studienfahrt nach Bourbourg (Frankreich)

Created by Alina Kliwer und Luise Heitkamp (ehem. 9e bzw. 9b) am in Kategorie: Sprachen

Wir, 33 Schüler der Stufen 8 und 9, verbrachten im März 2012 zusammen mit Frau Salge und Herrn Berges fünf Tage in Bourbourg. Dieser französische Ort liegt so nah am Ärmelkanal, dass man bei gutem Wetter sogar die englische Küste erkennen kann. Und wir hatten Glück: während unseres gesamten Aufenthaltes schien durchgehend die Sonne!

Noch eine Stunde bis Bourbourg: Zwischenstopp im Beginenhof von Brügge
Im Flämischen Landesmuseum Cassel: Malen nach Art der flämischen Meister
Estaminet „Aux Trois Moulins“ : „Unsere“ Rotarier laden uns zum Essen ein
Im Restaurant scolaire des Collège ND : gelingende deutsch-französische Tischpartnerschaft
Am Ende des Schultags: Spielrunde mit Marie

Auf der Hinfahrt am Samstag machten wir in Belgien Halt. Dort konnten wir in Brügge nach einer kurzen Führung die Stadt auf eigene Faust erkunden, bevor es weiterging nach Bourbourg in unsere Unterkunft, ein Seglerheim in Gravelines.

Nach langer Fahrt und einem von unserer Partnerschule, dem Collège Notre-Dame ausgerichteten Stehempfang sanken wir schließlich todmüde ins Bett. Vorher mussten wir allerdings noch das französische Bettenbeziehen bewältigen, denn dort werden die Betten noch ganz traditionell, in für uns komplizierter Weise mit Laken und Decken zusammengesteckt.

Am nächsten Morgen wurden wir gleich nach dem Frühstück von unseren Gastfamilien in Empfang genommen, die wir teilweise am Abend zuvor schon kennen gelernt hatten. Die correspondants waren sehr gastfreundlich und bemühten sich, den Tag für uns so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten und uns den französischen Alltag und ihre Kultur näherzubringen. Wir erlebten viel Interessantes, z. B. fuhren manche Familien mit ihren Gastschülern nach Bergues, wo wir den spektakulären „Carnaval“ miterleben konnten. Oder es ging zum Strand und nachher in ein Restaurant, wo ein typisch französisches Gericht auf uns wartete. Insgesamt waren wir erstaunt und beeindruckt, wie das Leben in Frankreich aussieht, und wir hatten ausnahmslos viel Spaß.

Am Montagmorgen wurden wir freundlich von Vertretern des Rotary-Clubs Bourbourg-Gravelines begrüßt und besuchten mit ihnen das flämische Landesmuseum in Cassel. Unter Anleitung von Museumspädagoginnen konnten wir dort nach dem Vorbild der flämischen Maler unsere eigenen Fantasielandschaften auf Zeichenkarton gestalten. Nach dem Mittagessen in einem „Estaminet“, einem stilechten Lokal der Nord-Region, besichtigten wir die letzte verbliebene Windmühle von Cassel. Auf dem Rückweg machten wir Halt in der Cité Europe, einem riesigen Shoppingcenter. Dort konnten wir endlich einmal unser Geld ausgeben! Mit Tüten beladen fuhren wir mit dem Bus zurück zum Collège Notre-Dame, unserer Partnerschule. Dort erwartete uns wiederum ein Empfang. Nachdem wir uns bei allen Unterstützern bedankt hatten, allen voran Madame Capron, der Schulleiterin des Collège Notre-Dame, Madame Desenclos, die als Deutschlehrerin den Austausch begleitete, sowie den Rotariern mit ihrem Jugendbeauftragten Monsieur Bodin, gab es noch Schnittchen und Kuchen für alle. Der Rotary Club steht schon lange in Kontakt mit unserer Schule und hat uns diesen schönen Tagesausflug ermöglicht.

Am Dienstag gingen wir, nachdem wir die Kirche von Bourbourg besichtigt hatten, gemeinsam mit unseren correspondants in die Schule. Der französische Schultag ist auf jeden Fall lauter, lebendiger und länger als der deutsche! Die Schule geht dort nämlich bis 17 Uhr. Die letzte Stunde wird mit AGs oder Förderunterricht verbracht. Alle Schüler haben gleichzeitig Mittagspause und warten auf dem Schulhof darauf, in die Mensa eingelassen zu werden. Sehr ungewohnt war auch, dass viele Schüler den Rest der Pause einfach auf dem Schulhof verbrachten. Nach dem anstrengenden Schultag durften wir deutschen Schüler den Rest des Tages machen, was wir wollten. So hatten wir auch einmal Zeit für uns selbst und konnten unsere Erfahrungen untereinander austauschen.
Am nächsten Tag ging es leider schon zurück nach Espelkamp. Die Zeit in Frankreich ist rasend schnell vergangen und wir wären gerne noch länger geblieben! Die Rückfahrt verlief entspannt und wir hatten viele gute Erinnerungen im Gepäck.