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Nach mehr als 14 Jahren als Schulleiterin geht Christiane Seibel in Ruhestand – Nachfolger eingesegnet

am in Kategorie: Schulleitung

Eine Ära am Söderblom-Gymnasium geht zuende. Nach mehr als 14 Jahren wurde Schulleiterin Christiane Seibel in einem festlichen Gottesdienst in der Thomaskirche in den Ruhestand verabschiedet.

Christiane Seibel

Ihr Nachfolger Ernst-Friedrich Brandt (wir berichteten) wurde während der Gottesdienstfeier eingesegnet. Deutlich wurde das christliche Fundament des renommierten Evangelischen Gymnasiums. So gestaltete Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, höchstpersönlich den Gottesdienst mit. Im Mittelpunkt stand ein Wort des Propheten Micha, das die Schulleiterin selbst gewählt hatte. Darin steht die Aufforderung: »Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott«. Pfarrerin Martina Nolte-Bläcker machte deutlich: »Schule ist keine Denkfabrik. Am Söderblom werden die Schüler zu reifen Persönlichkeiten.« Unabhängigkeit von Leistungsdruck mache den »Söderblom-Sound« aus.

Ernst-Friedrich Brandt sagte anlässlich seiner Amtseinführung, was Gott von Lehrern und Schülern des Söderblom erwarte: »Wir sollen jeden Tag den Weg mit Gott gehen.« Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Kantor Tobias Krügel und Musiklehrer Christoph Heuer. Das Lehrerkollegium stimmte zum Abschied und Neubeginn das Lied »Gib mir die richtigen Worte« an.

Der anschließende Empfang im in der Söderblom-Aula war bestens vorbereitet und sehr stimmungsvoll gestaltet. Weil Christiane Seibels Liebe zur Musik bekannt ist, wurde die Feierstunde durch tolle Instrumentalbeiträge von Schülern aufgelockert, begleitet von Daniela Geene am Flügel.

Alle Festredner bescheinigten Christiane Seibel, die seit 1998 das Gymnasium geleitet hat, dass sie mit ihrem Führungsstil auch den Stil der Schule geprägt habe. Dr. Wolfram von Moritz, Schuldezernent der Landeskirche, griff das Wort des Propheten Micha wieder auf und sagte, dass das Söderblom »keine Veranstaltung nur für die Starken« sei. Gute Schule erweise sich gerade bei den Durststrecken der Schüler. Ihr wertschätzender Umgang und die Liebe zu Kindern und jungen Erwachsenen sei Christiane Seibels »Grundmelodie« am Söderblom gewesen.

Besonders betonte von Moritz, dass Christiane Seibel als gebürtige Bonnerin die rheinische Fröhlichkeit mit nach Westfalen gebracht habe. Er lobte die scheidende Schulleiterin als leidenschaftliche Pädagogin und Theologin, die sowohl in der rheinischen als auch der westfälischen Synode aktiv gewesen sei. Aus diesem Grund sei wohl der bundesweit übertragene Reformationsgottesdienst im Jahr 2011 ein Höhepunkt in ihrer Zeit als Schulleiterin gewesen.

Zugleich mit dem Abschied von Christiane Seibel hieß der Dezernent Ernst-Friedrich Brandt als Nachfolger willkommen, der bereits seit Seibels Amtszeit auch ihr Stellvertreter gewesen ist. Sie habe stets Vertrauen in ihn gehabt. »Und das zu Recht. Sie sind ein starkes Team«, sagte von Moritz.

Bürgermeister Heinrich Vieker hob die große Bedeutung hervor, die das Söderblom für die Stadt hat. Er lobte die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit und sagte, er gehe davon aus, dass diese mit Seibels Nachfolger fortgesetzt werde. Ebenso wie von Moritz wies er auf die Herausforderungen hin, die das evangelische Schulzentrum mit der Gründung der Sekundarschule zu meistern habe.

Zu den Festrednern gehörten neben dem Regierungs--Schuldezernenten Ingo Klemisch und Ute Wilmsmeier vom evangelischen Schulbund auch Barbara Müller vom Verein der Freunde und Förderer, sowie Isabel Bartling und Kirsten Tirre aus der Elternschaft. Tim Bergtold dankte der Schulleiterin im Namen der Schüler. Stellvertretend für das Lehrerkollegium dankten Dieter Kröger und Petra Brauneck-Godwin ihrer Kollegin und Vorgesetzten. Die Fachschaft Religion und Deutsch schenkte ihr einen Baum für den Schulhof.

Die frisch gebackene Ruheständlerin bedankte sich für das viele Lob und die guten Wünsche. Ihr Nachfolger wiederum dankte ihr für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und die Rückendeckung. Brandts Stellvertreterin wird Elke Hanheide.

Espelkamper Zeitung vom 18. Juli 2013