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Lächelnd Blut spenden

Created by Klaus Frensing am in Kategorie: Gesundheitserziehung

Alles halb so schlimm – Julia Schmale hat es sich auf der Liege bequem gemacht. In ihrer rechten Armbeuge steckt eine Nadel, und über eine Kanüle läuft Blut in einen Spendebeutel. Die Schülerin ist ganz entpannt. „Man wird hier gut betreut“, sagt sie mit einem Lächeln. Die Blutspende-Aktion am Söderblom-Gymnasium läuft reibungslos.

2005 auf Initiative der damalige Schülersprecherin Anna Wunderlich ins Leben gerufen, geht die Blutspende-Aktion ins achte Jahr. „Immer an Weiberfastnacht“, sagt Inge Schreiner. Die Blutspendebeauftragte des DRK-Ortsvereins Espelkamp ist mit der Organisation, die ganz allein in den Händen der Schüler liegt, ebenso zufrieden wie der Referent beim DRK-Blutspendedienst Ostwestfalen-Lippe. „Die Aktion läuft immer prima“, lobt Karsten Harmening die engagierten Schüler.

Ansprechpartner der Rotkreuzler sind in diesem Jahr Simon Schirrmacher und Johannes Kriebel von der Schülervertretung. Sie haben im Vorfeld ganze Arbeit geleistet. Das heißt, nicht nur für Auf- und Abbau veantwortlich sein, bereits in den Wochen zuvor haben sie in den verschiedenen Kursen die Aktion vorgestellt. Außerdem haben alle Schüler, die 18 Jahre und älter sind, eine persönliche Einladung erhalten.

Die Resonanz ist entsprechend. „In Schnitt haben wir hier immer 90 Spender“, sagt Karsten Harmening. Diese Zahl wird auch in diesem Jahr wieder erreicht. 80 Anmeldungen sind eingegangen. Außerdem entscheiden sich immer noch einige, spontan zu spenden.

„Wir benötigen die Voranmeldungen, um entsprechend planen zu können“, erläutert Harmening. Drei Ärzte und neun Mitarbeiter des Blutspendedienstes sind an diesem Morgen nach Espelkamp gekommen. Bei Erstspendern sollen Anamnesegespräch ruhig und vernünftig ablaufen, und das nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch.

Die Schüler können zudem mit ihrer Meldung Zeitwünsche äußern. Ein Durchlauf vom Fragenbogen ausfüllen über das Arzt-Gespräch, der Messung des HB-Wertes, der Blutentnahme, der Ruhephase und anschließender Stärkung nimmt eine gute Stunde in Anspruch.

Sechs Leute können gleichzeitig zur Ader gelassen werden und werden dabei vom medizinischen Fachpersonal des Blutspendedienstes betreut.

Für die Verpflegung in Form von Bockwurst, belegten Broten und Brötchen, Kaffee und Cola, Wasser und Limo ist das ehrenamtliche Blutspende-Team des DRK-Ortsverbandes verantwortlich.

Wichtig sei aber auch, das die Spender zuvor ein kräftiges Frühstück und viel Flüssigekit zu sich nehmen, sagte Karsten Harmening. Immerhin wird ihnen ein halber Liter Blut abgenommen.

© 2012 Neue Westfälische, Samstag 18. Februar 2012