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Jonas Ferderer gewinnt das Unterstufenschachturnier

Erstellt von P. Spaeth am in Kategorie: Schach

Am 14. Juli nahmen 64 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 am jährlichen Unterstufenturnier teil.

Von 8 bis 13 Uhr war das "ALF" vom Söderblomer-Schach-Nachwuchs belegt, der in dieser Zeit 6 Runden "Schnellschach" nach "Schweizer System" spielte.

 

Es ist 12:02 Uhr am Söderblom-Gymnasium, die große Pause ist gerade vorbei und es ist wieder leise geworden auf den endlosen Gängen.
Auch im ALF - unserem Selbstlernzentrum - ist es ruhig wie immer. Doch anders als sonst sitzen dort nicht 20 Oberstufenschüler:innen, die ihren Aufgaben nachgehen, sondern 64 Schüler:innen der Unterstufe, voll konzentriert an ihren Schachbrettern. Es ist der Beginn der 6. und letzten Runde des traditionellen Unterstufenschachturniers, welches am Söderblom seit 2017 jährlich in der Woche vor den Sommerferien stattfindet. 
32 Bretter sind schön in zwei Reihen hintereinander aufgestellt, jedes hat eine eigene “Brettnummer” und zeigt die Position der beiden Spieler im Turnier an.
Ganz vorne, unter den wachsamen Blicken des Turnierleiters und Schach-Lehrers Phillipp Spaeth, sitzt am Brett mit der Nummer 1 Jonas Ferderer aus Klasse 6. Er hat bisher kein einziges Spiel verloren und dabei einige Siebtklässler und Mitschüler aus der Schach AG besiegt. Ihm gegenüber mit den weißen Figuren sitzt Felix Rose aus Klasse 5. Auch er ist bisher am Brett noch ungeschlagen. 
Beide kennen sich gut aus der Schach AG und dem Schachtreff Espelkamp und haben sich durch intensives Training auf dieses Turnier vorbereitet. Man kann den Druck, den die beiden jungen Schultern aushalten regelrecht fühlen, denn beide wissen: Wer hier gewinnt, wird der Turniersieger. 
Erbarmungslos verstreicht die Zeit auf den digitalen Uhren, während beide versuchen den jeweils besten Zug zu finden und den Gegner in eine Falle zu locken, ohne dabei eine mögliche Falle des Gegenübers zu übersehen. Immer mehr Mitschüler, die ihre Partien bereits beendet haben versammeln sich um das Spitzenbrett und schauen gebannt zu. Und der Druck steigt erbarmungslos weiter. 

Felix hat etwas länger überlegt als Jonas und nun geht ihm langsam die Zeit aus. Obwohl er pro ausgeführtem Zug zwei Sekunden dazu bekommt, muss er nun in weniger als dreißig Sekunden einen guten Zug finden. Jonas wittert seine Chance und setzt ihn weiter unter Druck. Felix reicht die Zeit nicht aus und er findet den besten Zug nicht und verliert einen Bauern. Der Sieg für Jonas ist zum Greifen nah. Seine Hand zittert, als er den Bauern schlägt, er weiß genau, wenn er jetzt so weiterspielt, gehört der Turniersieg ihm.

Gekonnt tauscht er die verbleibenden Figuren, die noch auf dem Brett stehen ab, wie er es im Training gelernt hat. Jetzt bloß nichts übersehen, ein Fehler kann ihm noch den Sieg kosten.
Doch jetzt macht sich sein Training bezahlt. Gekonnt führt er ohne Probleme die besten Züge in wenigen Sekunden aus. Felix hofft noch auf seine Chance und gibt nicht auf - er weiß, dass schon viele Spieler in dieser Situation einen Fehler gemacht haben. Doch es ist vergeblich. Wie im Training wandelt Jonas zuerst einen Bauern in eine Dame um und setzt dann bilderbuchreif Matt.
Der Sieger heißt Jonas Ferderer, alle Umstehenden applaudieren. 

Felix wird in diesem Turnier 6., bekommt aber trotzdem die Ehrung als bester Spieler aus Klasse 5.
Neben Felix werden auch noch Fides Salloch (Platz 5) als beste Spielerin und Anton Ballmeyer (Platz 7) als bester Spieler aus Klasse 7 geehrt.
Die Plätze 2 bis 4 gehen übrigens alle an die Klasse 6d (Levi Janzen, Phil Regehr und Bejamin Ferderer), in der auch Jonas ist.