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Zufriedenheit in Zeiten von Corona

Aufgrund einer Corona-bedingten Umstrukturierung des Stundenplans blieb am Anfang des Schuljahres ein kleines, unscheinbares Loch im Stundenplan der Klasse 5b übrig, das es sinnvoll zu füllen galt. Zusammen mit ihrer Lehrerin bestimmten die Schülerinnen und Schüler von nun an weitestgehend selbst, wie sie dieses kleine namenlose Unterrichtsfach gestalten wollten, ohne dabei anderen Fächern etwas „wegzunehmen“.

Aufgrund einer Corona-bedingten Umstrukturierung des Stundenplans blieb am Anfang des Schuljahres einkleines, unscheinbares Loch im Stundenplan der Klasse 5b übrig, das es sinnvoll zu füllen galt. Zusammenmit ihrer Lehrerin bestimmten die Schülerinnen und Schüler von nun an weitestgehend selbst, wie sie dieseskleine namenlose Unterrichtsfach gestalten wollten, ohne dabei anderen Fächern etwas „wegzunehmen“.Anfänglich war die Begeisterung für Astronomie sehr groß und die Schülerinnen und Schüler basteltenSonne-Mond-Erde-Modelle, sogenannte Tellurien, und stellten Mond- und Sonnenfinsternis im Dunkelnnach, sie malten unser Sonnensystem und beschäftigten sich kurz mit verschiedenen historischen Weltbildernund wie es zu unserem heutigen Weltbild gekommen ist. Im Anschluss daran, wollten die Schülerinnenund Schüler etwas für die Umwelt tun und mit Hilfe von kleinen Impulsen seitens der Lehrkraft entstand einUpcycling-Projekt. Die Schülerinnen und Schüler bastelten aus alten, nicht mehr gebrauchten Gegenständen,neue Dinge. Dabei entstanden u.a. eine Pinnwand aus alten Weinkorken, ein Mobile aus Kleiderbügelnmit Figürchen aus Woll- und Stoffresten. Hundespielzeug aus abgelegter Kinderkleidung, Öllampen aus leerenColadosen und eine Tasche aus einem alten Teddybären. Nach diesem gestalterischen Projekt rückte imNovember Weihnachten schon näher und nachdem der Sinn dieses Festes kurz besprochen worden war,entstand ein etwas anderer Adventskalender. Die Schülerinnen und Schüler überlegten sich 24 gute Taten,die sie in der Adventszeit umsetzen wollten und bastelten individuelle Verpackungen für diese Aktionen.Wenn nun an jedem Morgen am Advent eine dieser Taten ausgepackt wird, erledigen im besten Fall 25 Kinderdieselbe gute Tat, helfen ihren Eltern bei diversen Haushaltsaufgaben, sammeln Müll aus ihrer Umgebung,senden ihren Großeltern, die sie in der Coronazeit nicht oder nur selten sehen dürfen, liebe Grüßeund kleine Aufmerksamkeiten, usw. Die Klasse erfasste den Sinn von Weihnachten in der Coronazeit aufbemerkenswerte Weise und wollte „Nähe auf Distanz“ schaffen. Diese positive Grundstimmung führte zuletztdazu, dass die Klasse für alle SchülerInnen und ihre LehrerInnen warme Duschen schrieben. Ihr Engagementdabei war so groß, wie die Freude über die Ergebnisse.

Dies zeigt uns auch in Zeiten von Corona:Nicht nur das Virus hat einen Reproduktionsfaktor, Glück und Zufriedenheit eben auch.