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Söderblom Big Band begeistert im Lübbecker Jazz-Keller

Created by Imme Lohmeyer-Lorek am in Kategorie: Big-Band

In den Genuss des Sounds einer Big Band kamen die Zuhörer am Freitagabend im Jazzclub in Lübbecke. Die jungen Musizierenden des Söderblom-Gymnasiums hatten viel Spaß an den vielfältigen Stücken des Jazz und Blues und ließen den Funken der Begeisterung schnell aufs Publikum überspringen.

Breit gefächertes Programm: Die Big Band des Söderblom-Gymnasiums brachte im Lübbecker Jazzkeller Blues, Jazz und Pop zu Gehör. Das Publikum applaudierte begeistert. - © Imme Lohmeyer-Lorek

1. Vorsitzender Michael Biermann begrüßte die jungen Gäste, die erstmals in dieser Formation im Jazz-Keller auftraten. Musiklehrer und Bandleader Christoph Heuer gab lediglich die Einsätze, dann spielte die Band die Stücke allein weiter. Die vor 30 Jahren gegründete Formation sei eine reine Schülerband, aber zuweilen helfen auch Ehemalige aus, wie auch an diesem Abend, so der Bandleader.

Das Programm war breit gefächert und reichte von Pop über Jazz bis hin zu Filmmusik. Insbesondere bei den Latin-Nummern zeigte die Big Band ein gutes Gespür für Rhythmus und Harmonie. Das fetzige und frische "Phat cat" erntete großen Beifall, wie auch "La negra", das die Band mit viel Drive und sehr lebendig rüberbrachte. Bei den Big-Band-Klassikern sprengte die Jugend mit ihrem vollen Sound fast das enge Gemäuer des Jazzkellers. "Y.M.C.A." aus den 70ern von den Village People kam mit genauso viel Pep und Elan rüber wie Ritchie Valens? Hit "La Bamba". "Minnie, the Moocher" hingegen war den Blues Brothers sehr schön nachempfunden.

Das älteste Stück, das die Big Band mit im Gepäck hatte, war der bekannte "Basin Street Blues", einen Jazz-Klassiker von Louis Armstrong.

Auch eine charmante Solistin stellte die Band dem Publikum vor. Sängerin Anika Linnemann lud die Zuhörer mit "Can you feel the love tonight" zum Träumen ein und drehte bei der anspruchsvollen Filmmusik zum letzen James Bond "Skyfall" mit seiner geheimnisvollen Dramatik ordentlich auf, wofür sie begeisterten Zwischenapplaus erntete. Natürlich traten auch etliche Bläser aus den Trompeten und Saxophonen sowie das Keyboard als Solisten auf. Das Publikum applaudierte begeistert und gab mit Zwischenrufen seiner Bewunderung Ausdruck.

Neue Westfälische vom 6. Juni 2016