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Schwedenhaus als Mensa-Keimzelle

Bald beginnen die Bauarbeiten für neue Einrichtung von Söderblom-Gymnasium und Realschule

Espelkamp. Die Ausschreibungen laufen und der Bauzeitenplan für den Bau einer Mensa für die beiden kirchlichen Schulen in Espelkamp steht. Darauf wies Peter Wullenkord von der Schulabteilung und koordinierender Sachbearbeiter der Evangelischen Kirche von Westfalen auf Anfrage der NW jetzt hin. Insgesamt sollen für den ersten Bauabschnitt rund 450.000 Euro verbaut und investiert werden.

Während der jüngsten Ratssitzung bestätigte auch der zuständige Fachbereichsleiter der Bauverwaltung Espelkamps, Heiner Brockhagen, dass die ersten Teilbaugenehmigungen erteilt worden sind. Damit könne, so Brockhagen, mit den ersten vorbereitenden Arbeiten für den Bau des Projektes auf dem Gelände des Gymnasiums begonnen werden. Doch der nicht weichen wollende Winter hat bisher alle weiteren Planungen über den Haufen geworfen.

Ebenso verunsichert ist Wullenkord über die finanzielle Lage der Städte und Gemeinden. Viele müssten in diesem Jahr einHaushaltssicherungs-Konzept verabschieden, so dass diverse Mensa-Planungen oder Erweiterungen an anderen in kirchlicher Trägerschaft befindlichen Schulen auf Eis gelegt worden sind. Im kürzlich in Espelkamp vorgestellten Haushalt für 2010 waren jedenfalls als kommunaler Zuschuss für den Bau der Mensa 104.000 Euro im Plan veranschlagt worden. Aber Espelkamp muss ja bekanntlich wohl nicht mit einem Haushaltssicherungs-Konzept rechnen.

Von den Zahlen her, so Wullenkord, sei die gemeinsame Finanzierung sichergestellt, ebenso laufe der Gesamt-Bauantrag. Dreh- und Angelpunkt sei hier das Schwedenhaus, in dem im ersten Bauabschnitt insgesamt 79 Sitzplätze dargestellt werden können. Auf eine „wünschenswerte Gesamtgröße“ könne er sich aufgrund der finanziellen Unwägbarkeiten an den anderen kirchlichen Schulen noch nicht festlegen. Er zählt in diesem Zusammenhang vier Gymnasium in Lippstadt und Breckerfeld, Meinerzhagen und Gelsenkirchen auf. Bei sinkenden Kirchensteuer-Einnahmen sei die Kirche auf Co-Finanzierungen angewiesen. Sie sei bei diversen Vorhaben von den laufenden Haushaltssicherungs-Konzepten „kalt erwischt“ worden.

Für den ersten Bauabschnitt würden 450.000 Euro benötigt Er rechnet mit einer Umbauzeit von drei bis vier Monaten Am Schuljahresende wolle man mit den besagten Plätzen beginnen. Auch das Söderblom-Gymnasium befinde sich insgesamt auf dem Weg zu einer Ganztags-Einrichtung. Dem müsse und wolle der Bauherr Rechnung tragen. Mit den ersten Mitteln soll vor allem auch die komplette Infrastruktur für die zukünftige große Mensa geschaffen werden. Dazu gehörten die Ver- und Entsorgungseinrichtungen, die Lüftungstechnik und die komplette sehr moderne neue Heizungsanlage „Die wird für die Zukunft gebaut“,s o Wullenkord.

Er lobte die „sehr konstruktive und positive Zusammenarbeit“ mit der Stadt Espelkamp.

© 2010 Neue Westfälische

Zeitung für den Altkreis Lübbecke, Donnerstag 04. Februar 2010