Fahrten

Fahrten erfüllen ein Bündel von Funktionen: Sie ergänzen und bereichern den Unterricht, sie vermitteln Schülerinnen und Schülern neue Erfahrungen, sie fördern das Sozialverhalten aller Beteiligten (Verständnis, Gemeinschaft, Verantwortung). Sie sind im Grundsatz unverzichtbare Formen des Schullebens (vergleiche Wanderrichtlinien).

Die Schulkonferenz legt den Rahmen fest, innerhalb dessen Fahrten durchgeführt werden. Über Schulfahrten, die mit einer erhöhten finanziellen Belastung verbunden sind, soll möglichst ein Jahr vor dem Reisetermin beschlossen werden. Den Erziehungsberechtigten ist Gelegenheit zu einer geheimen Abstimmung zu geben (i.d.R. auf einer Klassen- bzw. Stufenpflegschaftssitzung). Nicht anwesende Erziehungsberechtigte sind an das Abstimmungsergebnis gebunden.

Grundsätzlich nehmen alle Schüler(innen) einer Klasse oder eines Kurses teil. Die Verpflichtung entfällt für die Schüler(innen), die eine Jahrgangsstufe wiederholen und bereits eine entsprechende Fahrt absolviert haben. Auch von Eltern der Volljährigen ist eine schriftliche, rechtsverbindliche Erklärung ein zu holen, in der sie der Teilnahme zustimmen und sich verpflichten, die entstehenden Kosten zu tragen.

In besonderen Härtefällen kann nach Rücksprache mit der Schulleitung auf Antrag ein Zuschuss zu den Fahrtkosten gewährt werden.

Weitere Einzelheiten zur Teilnahme, Rücktritt und Beurlaubungen regelt der Beschluss der Schulkonferenz vom 26.04.2006.

Internationaler Austausch

I. Allgemeines

Europas Grenzen haben sich geöffnet, die EU vergrößert sich zunehmend. Mehr denn je wird von jungen Erwachsenen Flexibilität und Mobilität verlangt, und zwar auch über die Beschränkungen des eigenen Landes hinaus. Neue Studienmöglichkeiten entstehen, die den Erfordernissen eines "sprachkompetenten Wissenschaftlers" Rechnung tragen (Kombination Wirtschaft/Sprache, Jura/Sprache), das Studium kann zeitweilig oder ganz im Ausland absolviert werden, Nachbarländer eröffnen einen neuen Arbeitsmarkt.

Wie bereiten wir unsere Schülerinnen und Schüler auf diese Möglichkeiten vor?

Zum einen ist hier natürlich der Sprachunterricht zu nennen, der die Kinder und Jugendlichen kommunikativ befähigen will, indem er über das rein Sprachliche hinaus Lebenswirklichkeit im anderen Land auch in der Auseinandersetzung zum Thema hat.

Diese Lebenswirklichkeit wird den Jugendlichen jedoch besonders im direkten Kontakt nahe gebracht; an unserer Schule werden drei internationale Fahrtenprogramme mit unterschiedlichen Zielen und Ausrichtungen durchgeführt.

II. Das Austauschprogramm

Wir bieten drei Fahrtmöglichkeiten an:

1. nach Bourbourg im Norden Frankreichs (Partnerschule: Collège Notre-Dame).

Der Austausch richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Stufen 7 bis 9. Ihnen wird alle zwei Jahre ein fünftägiges Programm angeboten, bei dem die Jugendlichen neben Führungen und Besichtigungen einen Tag lang einen gleichaltrigen französischen Gastgeber in Schule und Familie begleiten. In dem jeweils anderen Jahr kommen die französischen Schüler aus Bourbourg nach Deutschland. Sie übernachten in einer Jugendherberge in der Region und sind für einen Tag Gast bei uns am Söderblom-Gymnasium und am Nachmittag in deutschen Familien. Daraus entstehende Kontakte können in einem zweiwöchigen Austausch in den Sommerferien vertieft und erweitert werden.

2. nach Boras in Schweden (Partnerschule: Bänckänsgymnasiet Borås)

Dieser Austausch richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 9. Alle zwei Jahre fährt eine Gruppe deutscher Jugendlicher für 9 Tage nach Schweden. Dort sind sie zunächst zwei Tage in einem Jugendheim untergebracht und verbringen dann die weitere Zeit in einer schwedischen Gastfamilie. Neben der Teilnahme am Unterricht stehen gemeinsame Sportwettkämpfe, Besichtigungen und Ausflüge auf dem Programm. Die Verkehrssprache ist beim Austausch mit Schweden großenteils Englisch. An unserer Schule wird jedoch auch eine Schwedisch-AG für Interessierte angeboten.

3. nach Gorzow in Polen (Partnerschule: Liceum Ogólnoksztalcace)

Auch dieser Austausch richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 9. Alle zwei Jahre führt eine Gruppe in die schöne Stadt an der Warthe und erlebt dort hautnah Herzlich keit und Gastfreundschaft. Die Jugendlichen werden in polnischen Familien untergebracht, gemeinsam erleben Gäste und Gastgeber ein vielfältiges Begegnungprogramm. Die Verständigung läuft über Englisch, manche polnische Jugenliche besitzen auch Deutschkenntnisse. Der Austausch basiert auf dem Prinzip der Gegenseitigkeit. Im Jahr darauf empfangen wir die polnischen Gäste in Espelkamp in Gastfamilien.

III. Auslandsbetriebspraktikum

Interessierte Schülerinnen und Schüler können das Betriebspraktikum der Jahrgangsstufe EF im Ausland absolvieren. Dies ist eine große Chance und Herausforderung für die Jugendlichen und verlangt bereits im Vorfeld einiges an Engagement. Die vorbereitende Planung ist hier unbedingt langfristig anzusetzen. Die Schule hilft bei der Suche nach geeigneten Betrieben im Ausland und nach Gastfamilien, die bereit sind, einen deutschen Schüler oder eine deutsche Schülerin für die Dauer des Praktikums aufzunehmen. Da hier die Eingewöhnungszeit schon aus sprachlichen Gründen vergleichsweise länger als in Deutschland ist, sollte ein Zeitraum von drei Wochen eingeplant werden.