Gesundheitserziehung und Suchtprophylaxe


Einen Beitrag zur Gesundheitserziehung und Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen über den Unterricht hinaus versuchtdie Schule zu leisten in Form

Suchtprophylaxe in der Stufe 8


Jugendliche im Alter von 14 bis 15 Jahren haben sich schon mit dem Begriff "Sucht" im Freundeskreis, in der Familie, im Unterricht auseinandergesetzt, verfügen teilweise bereits über Erfahrungen im Umgang mit Rauschmitteln (z.B. legalen Drogen). In einer Entwicklungsphase der Identitätssuche, der Frage nach dem Sinn des Lebens und der Ablösung vom Elternhaus ist die Aufnahmebereitschaft für diese Inhalte begünstigt. Ziel der Tagung ist es deshalb, den Schülerinnen und Schülern Hilfen zur Entwicklung und Einübung konstruktiver Lebensbewältigungsstrategien zu geben. Sie erhalten Anstöße, um eine mögliche individuelle Suchtentwicklung zu problematisieren und zu verhindern.

Im Mittelpunkt der zweieinhalbtägigen Veranstaltung steht einerseits die Frage nach der Entstehung von Suchtverhalten und andererseits die Einübung alternativer Erlebnis- und Verhaltensmöglichkeiten.

Die Schülerinnen und Schüler bereiten sich in Form von Referaten über verschiedene Arten von Sucht und Wirkungen des Suchtmittelmissbrauchs im Religions- und Politikunterricht (Vorbereitungsdauer ca. 14 Tage) auf das Seminar vor. Am Tagungsort, der bewusst außerhalb der Schule gewählt ist, arbeiten sie in Gesprächskreisen, Rollenspielen, Wahrnehmungsspielen, durch Filmmaterial u. a. ihre eigene Lebenssituation auf, erhalten Einblick in das Abhängigkeitsgeflecht, in dem sie stehen, erkennen Einflüsse, die zur Suchtgefährdung führen können, denken über alternative Verhaltensweisen und Lösungsmöglichkeiten nach. Gemäß dem Reflexionsvermögen der Jugendlichen ist die Arbeitsweise überwiegend erlebnis-orientiert.

Ein nebensächlicher, aber nicht unwesentlicher Gedanke dieser Tagung ist auch, die Schülerinnen und Schüler zu gruppenverantwortlichem Handeln anzuhalten. Während der Veranstaltung sind sie - mit Ausnahme des Mittagessens - für die Zubereitung der Mahlzeiten, die Küchenarbeit sowie die Reinigung der benutzten Räume selbst verantwortlich. Darüber hinaus gestalten sie das Abendprogramm, das mit der Thematik des Seminars eng verbunden ist.

Auf einer zentralen Veranstaltung werden die Eltern über das Ziel, die Inhalte und den Ablauf der Tagung in Kenntnis gesetzt. Betreut, begleitet und ausgewertet wird die Tagung von geschulten Fachkräften unserer Schule sowie von den Klassenlehrerinnen und –lehrern, die zudem wichtige Bezugspersonen der Jugendlichen im Schulalltag sind und in Fragen der Suchtproblematik als Ansprechpartner zur Verfügung stehen könnten.

Sexualpädagogisches Seminar in der Stufe 10


Hauptziel dieses Seminars ist es, Fähigkeiten zur Übernahme von Verantwortlichkeit gegenüber dem Partner, den Mitschülern, sich selbst zu entwickeln. Dies ist eine grundlegende Voraussetzung für einen verantwortungsbewussten Umgang mit den Themen AIDS, Empfängnisverhütung, Gefühle, Partnerschaft, Liebe usw. Wer diese Bereitschaft in sich trägt, braucht nur noch geringe Hilfestellungen, um dies auch bei den Themen AIDS und Empfängnisverhütung zu entwickeln.

Vor diesem Hintergrund liegt der Themenschwerpunkt der Präventionsveranstaltung eindeutig bei den sexualpädagogischen Themen, da insbesondere die Themen AIDS und Empfängnisverhütung in den Fächern Religion und Biologie bereits behandelt werden.

In dem Seminar außerhalb der Schule wird auf diese Ziele mit unterschiedlichen Methoden der Gruppenpädagogik durch Fachkräfte des Kreises Minden-Lübbecke hingearbeitet. Die Lehrer sind bei dieser Veranstaltung nur als Aufsichtspersonen dabei.