Hilfsaktion für bedrohte Yanomami-Indianer in Brasilien

Projekt der 5. und 6. Klassen
Tanzania - Kolumbien - Brasilien - Peru - Moldawien

22 SchülerInnen der Klasse 5a (Schuljahr 98/99) sammelten unter großen Anstrengungen fast 1.000,- DM für die Unterstützung der Yanomami-Indianer im brasilianischen Regenwald. In kleinen Gruppen berieten sie, wo und wie sie Geld sammeln wollten. Einige entschieden sich für Haussammlungen, andere stellten sich an den Eingang von Supermärkten. Durch Gartenarbeit erwarb eine andere Gruppe Spendengelder. Darüber hinaus wurden auch Spenden in einem Gottesdienst gesammelt. Eine weitere Spendenquelle war der Verkauf von selbst gebasteltem indianischen Schmuck. Informiert wurden die Spender über selbst erstellte Flugblätter oder Informationstafeln.
Woher kam dieses Engagement der Klasse 5a für diese Regenwaldindianer?

Am Anfang stand ein fächerübergreifendes Projekt mit der Thematik "Indianer", das in der Klasse durchgeführt wurde. Im Deutsch-, Politik-, Religions-, Mathematik- und Kunst-Unterricht wurden Lektüren zum Thema "Indianer" gelesen, sich über Leben und Glauben verschiedener Indianerstämme informiert, sich mit indianischen Sachaufgaben auseinandergesetzt und die erworbenen Kenntnisse in kreative Gestaltungen umgesetzt. Bei einem Indianerfest stellten dann die SchülerInnen ihren Eltern die Ergebnisse des Projektes vor. Zu essen gab es natürlich nur indianische Speisen.

Die Beschäftigung mit den Kulturen und Leidenswegen der Indianer des amerikanischen Kontinents schuf die Bereitschaft, sich für bedrohte Indianerstämme einzusetzen. Hier bot sich unter anderem die Unterstützung der Yanomami an. Sie leben auf einem Territorium, das mit 94.000 Quadratmetern größer ist als Österreich. Sie werden von Goldsuchern verfolgt und getötet. Da die brasilianische Regierung nichts für den Schutz der Indianer unternimmt, sind sie von der Ausrottung bedroht.

Zum Abschluß der Aktion übergaben die SchülerInnen Rüdiger Nehberg (Bild oben), der die Schule im Mai 1999 besuchte, einen Scheck über 1.000,-DM. Sie erhielten für ihre Einfälle und Ideen ein großes Lob von Rüdiger Nehberg, der für die " Gesellschaft für bedrohte Völker " arbeitet. Er bezeichnete die Aktion als "etwas Tolles, das wir noch nicht erlebt haben". Der Autor zahlreicher Bücher revanchierte sich bei den Schülern mit einem Diavortrag über seine Tätigkeit im Regenwald und das Leben der bedrohten Yanomami.
Seitdem gibt es in der Jahrgangsstufe 5/6 einen Indianer-Club "Yanomami". Der Club unterhält eine Partnerschaft zu einer Yanomami-Klasse im brasilianischen Regenwald. Unsere SchülerInnen sammeln für diese Indianerschule auch weiterhin Spenden und streben eine Brieffreundschaft an. Darüber hinaus wollen sie allgemein über die Situation der Indianer informieren.