Hilfsaktion für Moldawien

Ansprechpartnerin: Frau Bärbel Schultz
Tanzania - Kolumbien - Brasilien - Peru - Moldawien

Seit 1997 unterstützt unsere Schule Kinder in Moldawien.

Geschichtlicher Hintergrund zur Lage in Moldawien

Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der Selbständigkeit Moldawiens entflammten nationale Konflikte zwischen der rumänischen und der russischen Bevölkerung des Landes. Der größere, westliche Teil Moldawiens suchte die Anlehnung an Rumänien, der kleinere östliche Teil, in dem überwiegend Russen als starke ethnische Minderheit lebten und leben, suchte die Anlehnung an Russland. Nachdem die russische Minderheit ihr Gebiet zur unabhängigen "Dnjestrrepublik Moldawien" erklärte, gipfelte dieser Konflikt in einem kurzen, sehr blutigen Bürgerkrieg (1992-1993). Als sich der Krieg zu Ungunsten der russischen Minderheit entwickelte, griff Russland in das Kriegsgeschehen ein und zwang die Kriegsparteien zum Waffenstillstand.

In Anwesenheit der Präsidenten Rußlands und der Ukraine (Boris Jelzin und Kutschma), sowie eines OSZE-Vertreters wird am 8.5.1997 in Moskau ein Memorandum zur Beilegung des seit 1990 andauernden Konflikts unterzeichnet, das der Dnjestr-Region weitreichende, u.a. die Außen- und Außenwirtschaftsbeziehungen umfassende, Autonomie zusichert. Beide Seiten bekennen sich zu einem souveränen Einheitsstaat in den Grenzen der Moldawischen Sowjetrepublik vom Januar 1990. Verhandlungen über den künftigen Status des Dnjestr-Gebietes sollen unverzüglich beginnen. In der Dnjestr-Republik sind immer noch russische Truppen (rd. 5500 Mann) stationiert, obwohl im August 1994 deren Abzug binnen drei Jahren vereinbart worden war.

Den Menschen in der sog. "Dnjestr-Republik" geht es sehr schlecht: Ihr Staat ist international nicht anerkannt, ihr Geld akzeptiert niemand, die Wirtschaft ist zusammengebrochen, die im Land erzeugten landwirtschaftlichen Produkte können im benachbarten Ausland nicht abgesetzt werden, da die Nachbarstaaten über eine ausreichende Eigenproduktion verfügen, nennenswerte Bodenschätze und Energiereserven gibt es nicht.

Die Leidtragenden in dieser Situation sind vor allem die Kinder. Kinder, die im Bürgerkrieg ihre Eltern verloren oder von den Eltern in aller größter Not vor Kinderheimen ausgesetzt wurden; Kinder, die geistig behindert sind und "abgeschoben" wurden; Kinder, die auf der Straße leben, weil sie kein zu Hause mehr haben; Kinder, denen der Krieg die Kindheit geraubt hat.

Als wir 1997 von den Zuständen in moldawischen Kinderheimen erfuhren und Bilder aus den Heimen zu sehen bekamen, waren wir alle erschüttert. So schlimm hatte es sich niemand von uns vorgestellt.

Wir wollten helfen und informierten uns darüber, was wir tun konnten. Wo sollten wir bei soviel Elend anfangen? Herr Stoll und Herr Dück, beide Mitglieder des Hilfswerks "Glaube und Werke", gaben uns Tips. So sammelten wir: Schulutensilien, d.h. jede Menge Papier und Stifte, Tornister, Malbücher und Puzzle Spiele, aber auch robuste Spielsachen wie Duplo-Steine oder Holzspielzeug und jede Menge Kuscheltiere. Sehr große Freude löste die Spende von unzerbrechlichen Emaille-Tassen aus (Teller, Löffel und Tassen/Becher gab es zu der Zeit in keinem der Heime in ausreichender Zahl!). Darüber hinaus wurden Unmengen von Kleidern, Decken und auch Matratzen gespendet. Unsere Schülerschaft war der richtige Multiplikator für diese Aktion!

Seit 1997 starten wir jährlich eine Sammelaktion, in der Schulutensilien i.w.S. gesammelt und nach Moldawien weitergeleitet werden an :

  • das Kinderheim in Tiraspol (110 Waisenkinder)
  • das Schulinternat für Geisteskranke in Glinoe (285 Kinder)
  • das Schulinternat für Waisen in Parkanny (240 Kinder)

Inzwischen ist das Leben der Kinder in den o.g. Heimen - dank der Hilfe von vielen engagierten Menschen - besser geworden, dennoch fehlt es immer wieder an Dingen, die für uns eine Selbstverständlichkeit sind: Seife, Shampoo, Waschmittel, Zahnbürsten und Zahncreme, Putzmittel und Stifte sind Mangelware.

Vielleicht ein Ansatz für die nächste Sammelaktion!

Aktuelle Informationen zum Thema siehe unsere Seite "Aktuelles aus Moldawien"

Spende für einen guten Zweck
(NW vom 09.12.2004)

Wer mehr Infos möchte, wende sich an:
Hilfswerk Glaube und Werke e.V.

Asternweg 1 - 32339 Espelkamp
FAX (0 57 43) 92 13 70
eMail: glaubeundwerke@t-online.de

 

Wer Geld spenden möchte, um z.B. die Transporte der Sachspenden zu ermöglichen, kann das tun:

Hilfswerk Glaube und Werke e.V
Volksbank Lübbecke
Konto Nr.: 2503 139 900
BLZ 490 92 650