"Versuche zu teilen, ohne an die Zukunft zu denken ... ohne zu rechnen ... ohne zu sparen ... als ein Mensch Gottes über den Reichtum der Welt."
Dom Helder Camara (lateinamerikanischer Theologe)
Aktuell:
Söderblom-Gymnasium hilft Haiti
Dank der großzügigen Kuchenspenden vieler Schüler der Stufe 13 sowie einiger Lehrerinnen konnte die Eine-Welt-Gruppe am 24. und 25. März ein Eine-Welt-Café im Rahmen der Aktion „NRW hilft Haiti“ im Foyer unserer Schule durchführen. Zusammen mit den Kaffee-Spenden der letzten Lehrerkonferenz konnten insgesamt 400,--Euro für die Erdbebenopfer in Haiti an diese konzertierte Aktion diverser Hilfsorganisationen überwiesen werden. Wer ebenfalls noch spenden möchte:
NRW hilft Haiti, Sparkasse KölnBonn, Konto Nr: 12 344, BLZ: 370 501 98,
weitere Informationen unter: www.nrw-hilft-haiti.de
Siehe auch Brief des Ministerpräsidenten des Landes NRW
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Die Eine-Welt-Gruppe an unserer Schule besteht seit Herbst 1981. Der Name ‚Eine-Welt-Gruppe‘ soll den Gedanken der ‚Einen allen Menschen unserer Menschheitsfamilie gemeinsamen von Gott anvertrauten Welt‘ betonen. Im Rahmen einer ‚Pädagogischen Woche‘ hatte sich eine Gruppe von Schülern zusammen mit ihrem Lehrer Gottfried Tötemeyer mit der Problematik der Verhältnisse zwischen Entwicklungs- und Industrieländern beschäftigt. Dazu errichteten sie im Foyer unserer Schule einen Dritte-Welt-Verkaufsstand und da es nicht bei dieser einmaligen Aktion bleiben sollte, wurde ein Elternsprechzimmer mit „Fenster“ zum Foyer für die Gruppe bereitgestellt. Daraus entwickelte sich nach und nach unser Eine-Welt-Laden in seiner heutigen Form mit einer breit gefächerten Produktpalette von Artikeln aus den verschiedensten Entwicklungsländern.
Das geht von fair gehandelten Lebensmitteln (Kaffee, Tee, Honig, Reis, Quinua, Schokolade und weitere Süßigkeiten) bis hin zu Schreibwaren (Hefte, Blöcke, Stifte, usw.), die sich durch umweltschonende Herstellungsverfahren und Materialien auszeichnen, um so auch den Gedanken von der Bewahrung unserer Schöpfung allen am Schulleben Beteiligten ins Bewusstsein zu rufen. Diese Artikel werden zu fairen Preisen über kirchliche und andere Dritte-Welt-Handelsorganisationen (gepa, Transfair, El Puente, Venceremus) von den Erzeugern direkt eingekauft, so dass Zwischenhändlergewinne ausgeschaltet und den Kleinbauern und Kunsthandwerkern in den Entwicklungsländern sicherere Existenzen durch zugesicherte faire Preise garantiert werden können.
Die Eine-Welt-Gruppe besteht im Durchschnitt aus ca. 50 Schüler/innen und 8 Lehrern/innen, aufgeteilt in verschiedene Gruppierungen wie z.B. der Ladengruppe bestehend aus Oberstufenschülern/innen - , der Verkaufsgruppe bestehend aus Mittelstufenschülern/innen, die die Produkte aus dem Laden vor der ersten Stunde und in den großen Pausen zum Kauf anbieten -, und der Lehrergruppe für das Eine-Welt-Café mit und die Projektkoordination. Bei gemeinsamen Treffen der Gruppen werden Projekte besprochen oder Veranstaltungen wie z.B. den Weihnachtsbasar oder das Eine-Welt-Café zum ‚Tag der offenen Tür’, zu Elternsprechtagen und zur Einschulung unserer neuen Fünftklässler geplant. Dabei werden dann die Ideen und Vorschläge von Schülern und Lehrern aufgenommen und diskutiert, wie diese in die Tat umgesetzt werden sollen.
In den vergangenen Jahren hat die Eine-Welt-Gruppe durch Geldsammlungen in den Klassen und Stufen Sammel- und Spendenaufrufe bei den Eltern und Einzelaktionen so manche Projekte in unterschiedlichen Entwicklungsländern unterstützen können. Einige seien hier benannt:
- Flüchtlingshilfe in Somalia; in Äthiopien; in Ruanda; im Sudan;
- Internatsarbeit in Namibia;
- Behindertenschule Tansania;
- Blindenfarm in Ghana;
- Straßenkinder in Brasilien; in Tansania;
- Farmschule in Zimbabwe
- UNICEF-Hilfe in Afghanistan
- Armenapotheke im Irak
- Erdbebenhilfe in Pakistan.
Unseren Schülerinnen und Schülern bietet die Eine-Welt-Gruppe eine Möglichkeit der Einen Welt wenn auch nur im Kleinen zu helfen. Durch die Mitarbeit im Laden, im Café und in dieser Gruppe können wir gemeinsam ganz konkret einen kleinen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung und zu etwas mehr Fairness im weltweiten Handel beisteuern sowie die Verbundenheit mit unseren Mitmenschen in den Entwicklungsländern durch unsere Unterstützung zum Ausdruck bringen.
„Wer will, dass die Welt so bleibt wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt.“
Erich Fried