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07.02.20

Stück über Freiheit und Wertschätzung

Söderblomer-Laienspielkursus vor der Premiere von „Endstation“ am Freitag


Die jungen Laiendarsteller des Söderblom-Gymnasiums sind bereit für die Premiere des Stückes „Endstation“ in der Aula der Bildungseinrichtung. Am Freitagabend ab 19.30 Uhr wird das Werk in der Aula des Gymnasiums aufgeführt. Karten gibt es noch im Vorverkauf.

Lesch (Aaron Kracht), Stefan Schuster (Philipp Peters) und Evi Brem (Mareike van Assema) sind beste Freunde. Fotos: Andreas Kokemoor

„Endstation – Wenn Schule zum Tatort wird“ heißt das Stück des Laienspielkurses am Söderblom-Gymnasium. Dieses steht kurz vor der Premiere. Die wird am Freitag, 31. Januar, in der Aula gefeiert. Mobbing

Mobbing an der Schule steht dabei im Zentrum der Handlung. Das Söderblom-Gymnasium hat mit „Endstation“ ein Stück der Regisseurin Sabrina Braun gewählt, das den Amoklauf von Erfurt vor gut 18 Jahren aufgreift, bei dem ein 19-jähriger Schüler mehrere Lehrer, Mitschüler und Polizisten sowie sich selbst erschossen hatte.

Der Tatort Schule spiegelt auf der Bühne dem ersten Anschein nach eine Bildungseinrichtung wider, wie jede andere: mit Problemen von Lehrern und Schülern – mit Öko-Schülern, Strebern, Spitzensportlern und Cliquen Zu- oder Nichtzugehörigkeit.

Die drei Hauptpersonen Kai Lesch (Aaron Kracht), Stefan Schuster (Philipp Peters) und Evi Brem (Mareike van Assema) sind so etwas wie beste Freunde, wollen gemeinsam ins Kino gehen und sprechen über ihre Situationen aus dem Elternhaus. Auch die Probleme der Lehrer werden thematisiert. Sie alle haben Ärger, dem sie aus dem Weg gehen wollen, der ihnen aber hinterherzulaufen scheint.

Die musikalische Untermalung darf natürlich nicht fehlen. So spielt die Band zwischen den Szenen auf dem Pausenhof und den Gesprächen der Schüler auf – unter anderem den Ärzte-Song: „Und du warst so ein schönes Kind“. Die Schüler wählten damit ein Lied von Freiheit und Selbstbestimmung. Anerkennung

Das Stück solle die Anerkennung, Wertschätzung und den Respekt eines jeden einzelnen verdeutlichen, erläuterte Gesamtleiterin Bärbel Brandt bei einer der letzten Proben. Dazu konnte das Theater-Ensemble auch Mario Hoffmeister von der Gauselmann-Stiftung und Schulamtsleiter Andreas Bredenkötter als Vertreter der Bürgerstiftung begrüßen. Hoffmeister dankte den Laienspielern für das neue Stück. Mobbing sei immer ein aktuelles Thema, das es nicht nur an Schulen, sondern auch in Unternehmen gebe. Bredenkötter dankte dem Laienspielkurs und Bärbel Brandt ebenfalls, die es geschafft hätten, wieder ein tolles Stück auf die Bühne zu bringen. Nicht nur das direkte Umfeld, die Gesellschaft sei gefragt, respektvoll miteinander umzugehen. sagte Bredenkötter.

Bärbel Brandt freute sich, dass schon mehrere Schulen die Aufführungen anschauen wollen. Die Sensibilisierung der Schüler sei die beste Prävention, denn die meisten Amokläufe würden durch Schüler verhindert. Die Mitwirkenden

Im Stück sind zu sehen: Kai Lesch (Aaron Kracht), Stefan Schuster (Philipp Peters), Evi Brem (Marie Spreen/Mareike van Assema), Alex Weizler (Lorenz Hermann), Dennis Platz (Eduard Kremser), Mark Diezler (Tom Bechstedt), Isabell Talner (Chiara Noch), Dilara Klee (Gönül Sarialioglu/Aysu Agirtmac), Nicole Weber (Chantal Gorzkulla), Melanie Berger (Naemi Schütte), Jessica Mai (Alana Reimer), Herr Becker (Emanuel de Souzza Leal), Dr. Emilia Stubbe (Joelina Braune), Kai’s Mutter (Emma Vienerius), Evis Vater (Tom Schiermeier), Evis Mutter (Regina Schäfer).

Die Band: Leitung: Henrik Langelahn, Klavier: Judith Balzer, Schlagzeug: Jasper Kröger, Cello: Marlene Serwaty, Saxofon: Regina Schäfer, Querflöte: Luise Wildemann, Gesang und Klavier: Nele Sierig, Gesang und Percussion: Sophy Janzen, Gesang und Percussion, Bass und Gitarre: Marie Spreen, Bass und Gitarre: Joelina Braune.

Kostüm/Maske: Leitung Kostüm: Anna Zeller. Leitung Maske: Michaela Mech; Celine Westerkamp, Jette Bösch, Selena Buller und Merle Mehls.

Management: Emma Vienerius, Michelle Hahn, Lena Rossol, Judith Balzer, Aileen Schadde und Natascha Giese.

Bühnenbild/Technik: Lukas Riechmann, Tim Steinweg, Jörne Will, Marius Alt, Mathis Tech, Michelle Steinfeld, Luise Wildemann und Marvin Jockheck.

Leitung der Workshops: Sprachworkshop: Anuschka Petring, Tanzworkshop: Anna Nasirov. Regieassistenz: Gönül Sarialioglu und Aysu Agrirtmac. Gesamtleitung: Bärbel Brandt.

Aufführungen: Freitag, 31. Januar; Samstag, 1. Februar; Freitag, 7. Februar und Samstag, 8. Februar, jeweils um 19.30 Uhr sowie Sonntag, 2. Februar um 18 Uhr; in der Aula des Söderbloms.

Karten gibt es in der Buchhandlung Lienstädt & Schürmann in Espelkamp, in der Bücherstube Lübbecke und in der Zentralbücher des Söderblom-Gymnasiums.

Der Artikel ist in der EZ vom 29.1.2020 nachzulesen.


Dateien:
EZ-2020-01-29.pdf333 K