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09.07.18

Söderblomer haben Mut zum Träumen

Was wäre ein Leben, was wäre die Welt ohne Träume und Fantasien? Schulleiter Ernst-Friedrich Brandt gab gleich selbst die Antwort: "Farblos, langweilig, gefühlskalt und hoffnungslos." "Träume sind wichtig für unser Leben und für unsere Welt." So hatte der diesjährige Abschlussjahrgang des Söderblom-Gymnasiums den feierlichen Entlass-Gottesdienst mit viel Musik und Gesang sowie der Überreichung der Abschlusszeugnisse unter das Motto "Mut zum Träumen" gestellt.


Und welcher Moment eignet sich besser zum Feiern und zum Träumen als die Entgegennahme der Abschlusszeugnisse. "Sie haben es geschafft, hinter Ihnen steht die Schule und vor Ihnen das Leben", sagte Ernst-Friedrich Brandt.

Gerade weil niemand genau wisse, was die Zukunft letztendlich bringen wird, sollten wir doch zu träumen wagen, betonte der Schulleiter und machte anhand einer Geschichte, die Lena Steinkamp las, deutlich, dass sich niemand seine Träume stehlen lassen sollte. "Unsere Welt braucht Menschen, die ihren Traum leben und die daran mitwirken wollen, Gottes Vorstellungen für uns Menschen umzusetzen", unterstrich er.

Wer anfange seinen Traum zu leben, müsse aber auch loslassen können, hob er hervor. Und das berge Risiken in sich. Umso wichtiger sei das Vertrauen auf die Zusage Gottes "Fürchte Dich nicht!" und die Einbeziehung von Jesus Christis, der "Sie und und Ihren Lebensweg am besten kennt und auf den sich all unser Glauben und all unsere Werte beziehen."

"Trauen Sie sich zu träumen und bleiben Sie bei ihrem Traum und beziehen Sie mit ein, was Sie in den vergangenen Jahren in Elternhaus und Schule gelernt haben an Wissen und Erfahrung", appellierte Brandt an die Abiturienten und ermunterte sie aus der schützenden uniformen Menge des gern genutzten "Man" herauszutreten und auf die Kraft des "Ich" zu setzen. Nur das "Ich" exponiere, ergreife die Initiative und übernehme Verantwortung. "Es macht sich dabei zwar angreifbar und verletzbar, doch nur durch sein Ich wird der Mensch mutig und stark."

Die im Rückblick rasante Fahrt des Jahrgangs vom ersten Schultag am Söderblom-Gymnasium am 30. August 2010 bis zur Überreichung der Abiturzeugnisse am vergangenen Freitagabend skizzierten Stufenleiterin Dr. Beate Knauth und Stufensprecherin Jasmin Nachtigall gemeinsam. "Die Schulzeit ist eine lange Zugfahrt mit Umleitungen, Gleiswechseln, aus- und einsteigenden Passagieren an unterschiedlichen Bahnhöfen", sagten sie. Doch der angestrebte Zielbahnhof "Abitur" sei eigentlich ein Umsteigebahnhof. Jetzt gelte es, die persönliche Reise mit neuen unterschiedlichen Zielen fort- zusetzen.

Dass die Reisenden gut vorbereitet auf die neue Fahrt gehen werden, daran ließ Beate Knauth keine Zweifel. "Ihr habt an unserer Schule mehr gelernt als fachliche Inhalte und Klausuren zu schreiben. Selbstorganisation, Zielstrebigkeit und andere Kompetenzen gehören zu einem erfolgreichen Bestehen. Lasst Euch Eure Träume nicht nehmen. Vielleicht klappen manche Dinge auch nicht im ersten Anlauf, aber wenn Ihr beharrlich daran arbeitet, könnt Ihr vieles erreichen!"

Die Entlassfeier ist auch immer der passende Moment, einmal denen so richtig Dank zu sagen, die "uns stets unterstützt haben, bei allen Dingen auf der Reise unseres Lebens", so Jasmin Nachtigall - Lehrerinnen und Lehrern, Stufenleiterin Beate Knauth, den Familien und Freunden.

Gute Wünsche zum Abitur sprachen auch Fördervereinsvorsitzender Dirk Wankelmann und Schulpflegschaftsvorsitzende Kirsten Tirre aus.

Zum Gelingen des Abends trugen nicht zuletzt die Band mit Henrik Langelahn, Xavier Althoff, Alexander Müller, Sophie Thomas und Kevin Radke sowie der Stufenchor bei. Zu den weiteren Mitwirkenden zählten Jette Alka, Kim-Lana Hoffmann, Lena Steinkamp, Stephanie Klippenstein und Vanessa Banmann.

© 2018 Neue Westfälische, Montag 9. Juli 2018