< Vorheriger Artikel
04.05.16

Ruderverein Söderblom stellte sich vor

Tag der offenen Tür: Viele Besucher kamen zum Bootshaus. Ruderverein Söderblom steht jedem Interessenten offen. Schwerpunkte sind das Wander-und Freizeitrudern


ALLZEIT GUTE FAHRT: WOLFGANG BOSCH, VORSITZENDER DES RUDERVEREINS SÖDERBLOM, MIT DEM NEU ANGESCHAFFTEN DOPPELVIERER. GETAUFT WURDE ES AUF DEN NAMEN DES EINSTIGEN SPORTLEHRERS DES SÖDERBLOM-GYMNASIUMS, DER 2014 GESTORBEN IST. | © KLAUS FRENSING

Dieser Reiseempfehlung folgten am im Lauf des Sonntags eine ganze Anzahl an Wassersportfreunden: "Von Espelkamp kommend an der Ampelkreuzung vor dem Mittellandkanal erst rechts und dann sofort wieder links abbiegen, der Straße "Auf dem Richtepatt" folgen bis in die Sackgasse hinein, am Sackgassenende durch das Wäldchen zu Fuß zum Kanal gehen, am Wasser links ab unter der Brücke her zum Bootshaus."

Der Ruderverein Söderblom und die Kanusportgemeinschaft hatten zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Das herrliche Frühlingswetter nutzten viele Mitglieder, Freunde und Interessierte das Bootshaus, das von Ruderern und Kanuten gemeinsam genutzt und unterhalten wird, als Ausflugsziel.

1988 von einigen Lehrern, Schülern und Eltern des Söderblom-Gymnasiums gegründet, zählt der  Ruderverein "RV Söderblom" heute etwa 60 Mitglieder. "Er steht jedem Interessenten offen, nicht nur den Schülern des Söderblom-Gymnasiums.

Schwerpunkte der Vereinsarbeit sind das Wander- und Freizeitrudern", erklärte der 1. Vorsitzende Wolfgang Bosch. Neueinsteiger jeden Alters seien stets willkommen. Außer Schwimmen seien keine Vorkenntnisse erforderlich. Gerudert wird sonntags ab 10 Uhr. Für Jugendlichen gibt es bereits einen zweiten Termin, jeweils dienstags um 16 Uhr. Ein weiterer für Erwachsene ist noch in Planung, wie Wolfgang Bosch erläuterte .

Die Tore zum Bootshaus waren weit geöffnet und die Besucher konnten sich ein Bild von der kleinen Armada der Kanu- und Ruderboote verschaffen.

Draußen brutzelten Bratwürstchen auf dem Holzkohlegrill, Kaffee und Kuchen standen bereit, und das Kanalwasser lockte natürlich zu sportlichem Tun. Auch Anfänger waren zum Schnupperrudern eingeladen - allerdings in Begleitung erfahrener Wassersportler.

Eine besondere Vorgeschichte hat der neue Doppelvierer des Rudervereins, den Wolfgang Bosch auf den Namen "Achim Holz" taufte.

Anfang der 80er Jahre hatten die beiden Sportlehrer Achim Holz und Wolfgang Bosch am Söderblom-Gymnasium das Rudern wieder neu belebt, 1988 den Verein gegründet und immer eng zusammen gearbeitet.

Als Achim Holz vor eineinhalb Jahren starb, wurde anlässlich seiner Beerdigung statt Blumen und Kränze um Spenden für den Ruderverein gebeten. Damit war laut dem Vorsitzenden der finanzielle Grundstock für den Doppelvierer gelegt.

Mit Unterstützung der Schule und des Vereins der Freunde und Förderer sowie Eigenmitteln des Vereins wurde das neue Boot angeschafft, dem Wolfgang Bosch "Dollen und Riemenbruch und allzeit gute Fahrt" wünschte.

© Neue Westfälische, 4. Mai 2016