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01.12.19

Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt

Kranzniederlegung am Ehrenmal in Espelkamp


Die Vertreter der Stadt und der verschiedenen Vereine und Verbände haben die Kränze niedergelegt.

Überall in Deutschland sind am Volkstrauertag Menschen an den Ehrenmälern zusammengekommen, um in Stille all der Opfer von Krieg, Gewalt, Verfolgung und Zerstörung zu gedenken. Auch in Espelkamp versammelten sich Vertreter der Stadt und weiterer Vereinigungen – Reservistenkameradschaft, Sozialverband, Bund der Vertriebenen, Freiwillige Feuerwehr, DRK und Siedlerbund.

Andreas Hansch spielte zu Beginn ein Trompetensolo, bevor die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Senckel und der Ortsvorsteher Herbert Klingel den ersten Kranz niederlegten. Die Schulleiterin des Söderblom-Gymnasiums, Marie-Luise Schellong, hielt zusammen mit den beiden Schülersprechern Carl Lohmeier und Jasper Kröger die Ansprache.

Im Wechsel verlasen sie den Text. Sie erinnerten daran, dass die Gedenkfeier zum Volkstrauertag 1952 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss eingeführt wurde. »Wir denken heute an die Opfer von Gewalt und Krieg, an die Kinder, Frauen und Männer«.

Im Jahr 2019 erinnere sich Deutschland an den Kriegsausbruch vor 80 Jahren. Der Zweite Weltkrieg habe sechs Jahre gedauert und rund 60 Millionen Menschen das Leben gekostet. Viele bekannte wie auch weniger bekannte Bilder belegten die Gräueltaten und das Unheil des Krieges. Das Eingeständnis der Schuld sei ein langer mühseliger und schwerer Prozess gewesen, stellten Schellong Lohmeier und Kröger heraus.

Am Volkstrauertag würde Deutschland um »die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung trauern«. In ihrer Rede mahnten sie, dass in vielen Teilen der Welt die Geschichte eine autoritäre Wende nehme.

»Nur wer sich erinnert, kann aus der Vergangenheit lernen und eine bessere Zukunft gestalten«, lautete ein Satz. Wer die Erinnerung verdunkle, der töte ein zweites Mal, formulierten sie und zitierten Elie Wiesel, einen Holocaust-Überlebenden, der im Deutschen Bundestag 2000 gesprochen hat. »Die Bereitschaft zur Erinnerung und die daraus folgende Bereitschaft zur Verantwortung sollte eine Bürgerpflicht werden«, appellierte Schellong.

Der Artikel ist in der EZ vom 19.11.2019 nachzulesen.


Dateien:
EZ-2019-11-19.pdf289 K