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25.01.20

Das sind die Mathe-Champions

Mathe macht Spaß! Darin sind sich Nela Twele vom Wittekind-Gymnasium Lübbecke und Tilman Dargatz vom Ratsgymnasium Minden einig. „Wenn mir langweilig ist, rechne ich“, erzählt Tilman schmunzelnd. Bei der 59. Mathematik-Olympiade haben beide hohe Preise gewonnen.


Die Preisträger aus Espelkamp, Rahden, Stemwede, Hüllhorst, Lübbecke und Pr. Oldendorf freuen sich jeweils über eine Urkunde und ein Geschenk der Sparkasse Minden-Lübbecke, die den Wettbewerb finanziell unterstützt hat.Fotos: Michael Grundmeier

Die Meinung, Mathe sei schwierig und langweilig, hält sich bis heute hartnäckig. Ganz anders sieht das Mindens Bürgermeister Michael Jäcke, der in der Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Minden-Lübbecke den hohen Wert der Mathematik herausstellte.

»In meinem Beruf kommt man ohne Zahlen nicht aus«

Mathe sei eines seiner Lieblingsfächer gewesen, sagte Jäcke, und auch später seien Zahlen in seinem Alltag immer wichtig gewesen. „In meinem Beruf kommt man ohne große Zahlen nicht aus“, gab Jäcke zu verstehen und nannte als Beispiel den 245 Millionen Euro schweren Haushalt der Stadt Minden. Zahlen kämen aber auch in Klimaprognosen oder beim Bau von Laptops vor. „Es ist also immer gut, sich damit auszukennen.“

Gut zählen kann auch Landrat Ralf Niermann. Er sei schon 13 Mal bei der Kreisrunde der Mathematik-Olympiade dabei gewesen, heute „leider“ zum letzten Mal.

In diesen Jahren sei er vielen Eltern wiederbegegnet – nach dem ersten war offenbar auch das zweite Kind mathematisch begabt. „Vielleicht steckt die Fähigkeit zur Mathematik in der Familie“, rätselte Niermann. Obwohl er selbst früher kein „ganz großer Matheprofi“ gewesen sei, könne er die Lust am logischen Denken und den Spaß sich mit anderen messen zu wollen, gut nachvollziehen. Daneben wecke der Wettbewerb die Freude an der Mathematik und einen Ehrgeiz, der für den späteren Lebensweg nur gut sein könnte. „Vielleicht kommt ja der ein oder andere auch auf den Geschmack bei seiner Berufswahl und schlägt dann eine entsprechende Laufbahn ein.“

Tilman Dargatz und Nela Twele können sich das durchaus vorstellen. Die beiden haben viel Spaß an Mathe. Nela löst in ihrer Freizeit sogar schwierige Sudoku-Rätsel. „Ich finde es gut, wenn es kniffelig wird“, berichtet die Schülerin aus Lübbecke. Ein eher ungewöhnliches Hobby hat auch Tilman, Schüler des Ratsgymnasiums. „Ich rechne die Kosten zusammen, die Fußballvereine bei ihren Neuzugängen haben. Oder, was ein Verein durch Abgänge eingenommen hat.“ Viel Üben muss Tilman nicht, in seiner Klasse ist er der beste. „Ich habe einfach Spaß am knobeln, gerade auch dann, wenn eine Aufgabe nicht so einfach zu lösen ist“, sagt er. Das geht Nele genauso: „Ich will einfach wissen, was rauskommt“, sagt sie. An der Kreisrunde haben 15 Schulen teilgenommen.

Die meisten Schüler haben das Gymnasium Rahden (40), das Söderblom-Gymnasium (33) und das Herder-Gymnasium (17) geschickt. Insgesamt haben 194 Schüler an dem Wettbewerb teilgenommen – 46 waren zur Siegerehrung in der Geschäftsstelle der Sparkasse Minden-Lübbecke eingeladen.

Die Mathematik-Olympiade geht über vier Runden, von der Schulrunde bis zur Bundesrunde. Bei der Landesrunde in Hamm werden folgende acht Schüler antreten: Tilman Dargatz vom Ratsgymasium Minden, Alexander Loginow vom Söderblom-Gymnasium Espelkamp, Luna Dieckmann vom Besselgymnasium Minden, Ruby Voss vom Wittekind-Gymnasium Lübbecke, Jasper Drees vom Gymnasium Rahden, Matthis Großkreutz vom Immanuel-Kant-Gymnasium Bad Oeynhausen, Michel Bartels vom Herder-Gymnasium Minden und Julian Robin Völlmecke aus Porta Westfalica vertreten.

Der Vorsitzende des Vorstands, Sparkassendirektor Wolfgang Kirschbaum, dankte der Regionalkoordinatorin Sabine Salloch für ihr großes Engagement. Der Wettbewerb wird von der Sparkasse gefördert.

Dieser Artikel ist in der NW vom 21.1.20 und ein weiterer in der EZ vom 17.1.20 nachzulesen.