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21.12.19

Beim Lichterglanz wird Gutes getan

Das Söderblom-Gymnasium setzte derweil auf Nachhaltigkeit.


Friederike, Vivien und Mia besuchen mit ihrer Oma Maria Roch den Sockenstand von Sabine Kroschin und ihren Mitstrickerinnen. Einmal kuscheln mit dem Nikolaus: Beim Espelkamper Lichterglanz hat es für die Kinder eine schöne Bescherung gegeben. Foto: Andreas Kokemoor

Kekse gehören zu Weihnachten einfach dazu. Das ist beim Lichterglanz in Espelkamp nicht anders. Vier Tage lang bot der Espelkamper Weihnachtsmarkt nicht nur Interessantes und Verlockendes für „Naschkatzen“.

Naschen ist erlaubt. Aber es muss auch gesund sein. „Und schmecken“, sagten Marlo Pfau und Janina Ziegler. In ihre Kekse kommen als erstes Haferflocken und gutes Öl – ja, und dann leckere Leberwurst, Thunfisch und Käse. Richtig gehört. „Unsere Lieben haben sie probiert. Und fanden sie lecker“, sagen die beiden Mitglieder des Schäferhundevereins Espelkamp. Sie und viele weitere Freunde der Vierbeiner aus Espelkamp haben 50 Tüten der Knabbereien für Hunde gebacken. Am Samstag mussten sogar noch weitere nachgebacken werden. „Wir sind seit vielen Jahren auf dem Espelkamper Weihnachtsmarkt“, erklärten die Hundefreunde. Und sie hätten festgestellt, dass auch viele Stammgäste haben, die gezielt nach den Hundekeksen fragen.

Das Söderblom-Gymnasium setzte derweil auf Nachhaltigkeit. Im Angebot waren unter anderem Bienenwachstücher, die Frischhaltefolien ersetzen können. „Sie sind abwaschbar und wiederverwendbar“, erklärten Chiara Noch und Emma Vienerius, die am Gymnasium die Fridays-for-Future-Bewegung unterstützen.

Ines Kamradt, Marlies Kamradt und Sabine Kroschin sagen, dass sie jeweils an einem Paar Socken vier bis fünf Tage stricken. Die drei Handarbeitsfreundinnen hatten einen Gemeinschaftsstand, an dem sie gestrickte Socken, Stulpen und Handpuppen anboten. Mit Ute Fonas zusammen treffen sich die Damen mehrmals im Jahr, meist schon wenige Tage nach Weihnachten wieder, um Neues zu stricken. „Viele unserer Käufer kommen immer wieder“, sagt Ines Kamradt. Das sei jedes Mal eine Bestätigung.

Das Gute mit dem Nützlichen verbanden Erwin, Helene und Andrea Gossen und Stephan Giesbrecht. Erwin Gossen räucherte in einem mobilen Räucherschrank über Buchenholz Forellen. „Eine Stunde lang, dann sind sie fertig“, erklärte er. Stephan Giesbrecht, Helene Gossen und Andrea Gossen boten Fischbrötchen an. Der Erlös wird persönlich nach Paraguay zu einem Kinderheim gebracht, das ein uneigennütziger Verein mit Hilfe der Familie Gossen gebaut hat. Erwin Gossen kommt gebürtig aus Paraguay. Mittlerweile lebt Verwandtschaft aus Espelkamp wieder dort.

„Wir wollen 180 Kindern in Simbabwe eine Schulbildung ermöglichen“, beschreibt Vitali Fröse von der Freien Evangelischen Bibelgemeinde Espelkamp seine und die Motivation von mehr als 100 vor allem Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Espelkamp. Eine dreiviertel Tonne Schaschlik haben sie über Holzkohle gegrillt.

Als am Samstagnachmittag der Nikolaus, dessen rote Robe sich Heinz Buschmann überzog, auf dem Grünanger kam, sang er als erstes mit den Kindern ein Lied. Wer wollte, konnte ein Gedicht aufsagen.

An beiden Tagen gab es eine Sachpreis-Tombola, die Kerstin Kottenbrink betreute. Zum Abschluss des Weihnachtsmarktes wurde das Gewinner-Los für die Autoverlosung gezogen: 2374. Sollte sich kein Gewinner melden, wird eine Ersatznummer gezogen.

Der Artikel ist in der EZ vom 16.12.2019 nachzulesen.


Dateien:
EZ-2019-12-16.pdf370 K